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Bistum Würzburg hat ab sofort eine Interventionsbeauftragte

Würzburg (KNA) - Die Pädagogin Kerstin Schüller (38) übernimmt zum 4. Juli die Aufgabe als Interventionsbeauftragte des Bistums Würzburg. Die neu eingerichtete Stelle solle dabei unterstützten, bestmöglich die Fälle sexualisierter Gewalt aufzuarbeiten. Auch gehe es darum, sich um Verdachtsmeldungen zu kümmern, teilte die Pressestelle der Diözese am Montag mit. Schüller sei sowohl Ansprechperson für Betroffene und deren Angehörige als auch Anlaufstelle für externe Fachberatungsstellen, Staatsanwaltschaften, Ämter und bistumsintern zuständige Abteilungen.
Nach dem Abitur in Schweinfurt absolvierte Schüller eine Ausbildung zum Heeresoffizier der Logistiktruppe und erwarb an der Bundeswehruniversität in München das Diplom in Pädagogik. In Hammelburg und Wildflecken führte sie im Anschluss Logistikeinheiten, ehe sie 2014 in die Stabsabteilung nach Veitshöchheim wechselte. Nach ihrer Bundeswehrzeit war Schüller als Trainee im operativen Management bei einem Paketdienst in München tätig.
2017 wechselte Schüller als Auditorin sowie Projekt- und Qualitätsmanagerin an ein Schweinfurter Bildungsinstitut. Von 2017 bis 2021 wirkte sie in Grafenrheinfeld als Erziehungsleiterin und später als stellvertretende Gesamtleiterin im Caritas-Jugendhilfezentrum Maria Schutz. In dieser Zeit qualifizierte sie sich unter anderem als Traumapädagogin und traumazentrierte Fachberaterin sowie als Präventionsberaterin. Zuletzt war Schüller Bereichsleiterin im Würzburger Blindeninstitut, wo sie Verantwortung für sieben stationäre Gruppen und eine sozialtherapeutische Gruppe für Erwachsene mit Behinderung trug.