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Kirche in Manila ist Nationalheiligtum des Schwarzen Nazareners

Manila (KNA) – Die katholische Bischofskonferenz der Philippinen hat die Quiapo-Kirche mit der Statue des Schwarzen Nazareners in Manila zum Nationalheiligtum erhoben. Die Jahrhunderte alte Statue eines schwarzen Jesus Christus gilt neben der Santo Nino genannten Figur des Jesuskinds in der Basilica del Santo Nino in Cebu als größtes Heiligtum der philippinischen Katholiken.
Die vermutlich von einem aztekischen Künstler in Mexiko angefertigte lebensgroße Statue wurde 1606 von spanischen Missionaren auf die Philippinen gebracht und wird in der Kirche von Quiapo aufbewahrt. Die von vielen als wundertätig verehrte Statue zieht bei der jährlichen Prozession am 9. Januar Millionen Pilger an.
Auf ihrer 126. Vollversammlung hätten die Bischöfe dem Antrag von Manilas Erzbischof Kardinal Jose Advincula zugestimmt, der Kirche den Titel „Nationalheiligtum des Schwarzen Nazareners“ zu verleihen, hieß es am Sonntag auf der Webseite der Bischofskonferenz. Erst am 10. Mai hatte Kardinal Advincula die Kirche zum Erzdiözesanheiligtum erhoben.
Im Jahr 1987 erhob der Papst Johannes Paul II. die Kirche zur Kleinen Basilika des Schwarzen Nazareners, weil sie eine wichtige Rolle bei der Stärkung der tiefen Verehrung der Bevölkerung für Jesus Christus spiele und einen kulturellen Beitrag zur Religiosität der Filipinos leiste.