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Liturgiewissenschaftler: Kirchen vielseitig nutzbar

Bonn (KNA) – Der katholische Bonner Theologe Albert Gerhards plädiert für mehr Offenheit bei der Nutzung kirchlicher Räume. Dazu könne zum Beispiel auch Tanz in Kirchen gehören, sagte der Liturgiewissenschaftler im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). "Kirche ist Lebensraum aller, die sich miteinander und vor Gott ausdrücken wollen". Tänzerinnen und Tänzer könnten eine neue Dimension in einen Gottesdienst hineinbringen. Ebenso könnten Bilder oder Kunstinstallationen im Kirchenraum eine starke Erfahrung sein, so Gerhards.

 

Gleichzeitig mahnte der Experte Grenzen der Nutzung von Kirchen an. Gottesdienst solle immer zur Begegnung mit Gott und mit anderen Menschen führen. Ob es zum Beispiel Discos in Kirchen geben darf oder Techno-Musik in die Kirche gehört, müsse in jedem Einzelfall neu ausdifferenziert und -diskutiert werden.