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„Migration (be)trifft Schule“: Lehrertag der Erzdiözese Bamberg im CPH

Nürnberg – Als große gesellschaftliche Herausforderung ist Migration ein Topthema für Erziehung und Bildung. „Migration (be)trifft Schule“ lautete das Motto des Lehrertags der Erzdiözese Bamberg im Caritas-Pirckheimer-Haus. Dass Migration Schule angeht, wissen Lehrerinnen und Lehrer aus ihrem Alltag. Sich über eigene Erfahrungen auszutauschen und neue Erkenntnisse zu gewinnen – dazu hatte die Erzdiözese eingeladen. Diskutanten und Publikum zeigten sich einig, dass Integration die kulturellen Wurzeln von Migranten ernst nehmen muss sowie dass seitens der Politik erheblicher Handlungsbedarf besteht.
Gastgeber Erzbischof Ludwig Schick meint, dass Unsicherheit hinsichtlich Ausbildungsmöglichkeiten und Bleibeperspektive bei Asylbewerbern erhebliche Unruhe erzeuge. Dazu kommt die lange Dauer der Asylverfahren sowie die Angst vor Abschiebung in angeblich sichere Herkunftsländer wie Afghanistan. Diese Probleme belasteten Lehrer ebenso wie Schüler und Auszubildende.
Außerdem ruft Schick, auch als Vorsitzender der Kommission Weltkirche, dazu auf, Religion eine größere Bedeutung zuzumessen. Laut Studien gehörten 2020 neunzig Prozent der Menschen einer Religionsgemeinschaft an. Auch wenn hierzulande Religion nicht so ernst genommen werde, empfiehlt das Bamberger Kirchenoberhaupt, sie für Integrationsbemühungen stärker in den Blick zu nehmen und Religionslehrer besser auszubilden, wirbt um gegenseitiges Kennenlernen, Toleranz und Nutzen der positiven Ressourcen von Religion.
Fremdfühlen und sich Integrieren Müssen hat Muhadj Adnan aus Bayreuth selbst erlebt. Die Irakerin floh mit ihrer Familie vor Saddam Hussein und landete im ländlichen Pegnitz als einziges Ausländerkind in ihrer Klasse. Heute spricht sie fließend deutsch, hat an der Universität Bayreuth studiert und arbeitet mit Flüchtlingen. Sie weiß, wie es ist, hineingeworfen zu werden in eine fremde Sprache und Kultur, und was man in dieser Situation braucht, räumt Verbesserungen ein, moniert aber, dass Lehrer von Migrantenkindern eher schlecht auf diese Aufgabe vorbereitet würden. Sie fordert eine stärkere Sensibilisierung für die entstandene Vielfalt, um angemessen reagieren zu können. Herkunftssprachen müssten einbezogen, Methoden und Strukturen angepasst werden. „Man muss die Einflussfaktoren kennen“, so Adnan.  …

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 46 / 2017



Autor: Ulrike Pilz-Dertwinkel


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