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„Es geht um Fragen grundsätzlicher Art“

Katholische Bischöfe sind sich uneins über Kommunionsspendung für konfessionsverschiedene Ehepaare

Bonn – „In der Debatte darüber, ob gemischt-konfessionelle Ehepaare gemeinsam die katholische Kommunion empfangen dürfen, haben die katholischen Bischöfe bei ihrer Frühjahrsvollversammlung in Ingolstadt offenbar eine neue Kompromissformel gefunden. Sie soll den Betroffenen, aber auch den Geistlichen mehr Handlungssicherheit geben.“ So stand es vor wenigen Wochen im Heinrichsblatt zu lesen. Doch jetzt gibt es in dieser Frage Streit unter den katholischen Bischöfen in Deutschland .
Wie der „ Kölner Stadt-Anzeiger» in seiner Onlineausgabe berichtete, haben sich sieben Bischöfe – Erzbischof Ludwig Schick sowie die Bischöfe Konrad Zdarsa (Augsburg), Gregor Maria Hanke (Eichstätt), Wolfgang Ipolt (Görlitz), Rudolf Voderholzer (Regensburg) und Stefan Oster (Passau) – unter Führung des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki an den Vatikan gewandt.
Sie halten demnach die von der Bischofskonferenz mit Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossene pastorale Handreichung für konfessionsverschiedene Ehen für unrechtmäßig. Die Handreichung verstoße gegen die katholische Glaubenslehre und die Einheit der Kirche, erklärten die Bischöfe in ihrem Brief.
Kardinal Marx betonte in einem verbreiteten Antwortbrief, dass die Handreichung noch ein Entwurfstext sei, „der ja nach dem Beschluss der Vollversammlung noch eine Modiphase durchläuft“. Es sei deutlich dargelegt worden, dass eine nationale Bischofskonferenz Kriterien formulieren könne, die „die Kommunionspendung an nicht in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche befindlichen Christen erlaube“. Es sei auch auf bereits bestehende Regelungen in anderen Teilen der Kirche verwiesen worden, so Marx.
„Rückbindung ist gegeben“
Die Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz habe ihre Entscheidung vor dem Hintergrund theologischer und ökumenischer Bezugstexte und kirchenrechtlicher Regelungsmöglichkeiten getroffen. Sie „sieht deshalb die Rückbindung mit der Universalkirche als klar gegeben an, zumal nach der Ermutigung von Papst Franziskus zu weiteren Schritten in der Ökumene, auch in der Seelsorge“, fügte Kardinal Marx jetzt hinzu. Die Handreichung setze diesen Wunsch „behutsam um mit der Absicht, für die Seelsorger und die Eheleute eine größere Klarheit zu schaffen.“
Dem widersprechen die Bischöfe um Kardinal Woelki. Die Bischofskonferenz überschreite nach deren Auffassung ihre Kompetenz, wenn sie den Kommunionsempfang für evangelische Christen öffne, hieß es weiter in dem Zeitungsbericht. Angesichts mehrerer offener dogmatischer und kirchenrechtlicher Fragen bäten die Bischöfe in ihrem Schreiben den Vatikan um Hilfe und um Klärung. Das Schreiben richte sich an den Präfekten der Glaubenskongregation, Luis Ladaria, sowie an den „Ökumene-Minister“ des Vatikans, Kardinal Kurt Koch.   …

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 15/2018



Autor: epd / hbl


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