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Ein Lobpreis mit Hindernissen

Zum Fest Mariä Himmelfahrt: Dr. Ludger Stühlmeyer über das Magnificat

Bamberg – Der Mensch ist nicht stark aus eigener Kraft. Zu wem soll sie gehen mit dieser Botschaft. Ein Engel des Herrn. Das wird man ihr wohl noch glauben, mit etwas Glück. Aber schwanger von Gott? Wer gegen den Herrn streitet, wird zerbrechen. Niemals, nicht in hundert Jahren wäre sie auf die Idee gekommen, nein zu sagen. Und doch spürte sie in aller Schärfe, dass es möglich gewesen wäre. Er hatte sie wirklich gefragt. Ernst hatte er sie genommen, wie noch niemand sonst. Er hatte ihre Frage gehört. Wie soll das gehen? Ohne Mann? Was Josef wohl sagen würde hatte sie sich erst gefragt, als das strahlende Licht langsam von ihr gewichen war und die Farben des Alltags zurückgekehrt waren.
Der Bogen der Helden wird zerbrochen – genau so hatte er ausgesehen, Josef, als sie ihm sagte: Ich bin schwanger. Sie hatte nichts erklärt, nichts beschönigt. Erst als die Fragen kamen hatte sie von dem Engel erzählt. So genau wie nur möglich hatte sie seinen Segen wiederholt, die Botschaft von der Empfängnis, ihre Frage, seine Antwort. Die Frage, sie hatte sie in seinen Augen gesehen, den Wunsch, ihr zu glauben. Sie hatte ihm auch von der Schwangerschaft Elisabeths erzählt, die der Engel ihr verkündet hatte. Da war der Zweifel in seinen Augen groß geworden. Die Wankenden aber gürten sich mit Kraft. Da war sie aufgebrochen. Ohnehin war es gut, wenn sie beide eine Weile alleine nachdenken konnten.
War bei Gott nichts unmöglich? Elisabeth hatte so lange auf ein Kind gewartet. Maria selbst hätte damit noch Zeit gehabt. Der Herr macht arm und macht reich, er erniedrigt und er erhöht. Den Schwachen hebt er empor aus dem Staub und erhöht den Armen, der im Schmutz liegt. Schwer würden sie es allemal haben, wenn sich herumsprach, was mit ihr geschehen war. Und wenn Josef sie trotz allem heiratete, würde der Schatten des Zweifels auch über ihm liegen? Man würde über sie urteilen, aber das Wort des Herrn galt auch für diejenigen, die ihre Nächsten so gerne im Munde führten! Langsam weitete sich der Raum um sie herum. Es war, als ob er sich mit jedem Schritt vergrößerte. Er behütet die Schritte seiner Frommen. Sie würde sich nicht unterkriegen lassen. Sie hatte Seinem Wort geglaubt, mit Fragen aber ohne Bedingungen.   …

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 33-34 / 2017

Autor: Dr. Ludger Stühlmeyer


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