Heinrichsblatt

Alle Nachrichten

Einmal im Jahr Dampf ablassen

Dr. Ludger Stühlmeyer über die Geschichte der Narrenmessen

Hof – Die Narrenmessen zählen zu den Merkwürdigkeiten, die die mittelalterliche Liturgiegeschichte zu bieten hat. Denn
einmal im Jahr, zwischen Weihnachten und dem Dreikönigsfest, wurde die Kirche zum Ort einer verkehrten Welt. Erste Hinweise finden sich schon im 9. Jahrhundert in Frankreich. Auch Victor Hugo beschreibt in seinem Roman „Der Glöckner von Notre-Dame“ eine solche Messe. Irgendwann, am liebsten am Neujahrstag, spielten sich eigenartige Szenen ab. Da trugen Priester und Gläubige Masken und tanzten. Keine Frage, dass der ein oder andere es dabei zu heftig trieb, insgesamt aber war die Tradition des Dampf ablassens ebenso verbreitet wie allgemein anerkannt. So schreibt beispielsweise die Theologische Fakultät von Paris im Jahr 1440: selbst ein Weinfass würde platzen, wenn nicht gelegentlich das Spundloch geöffnet würde, um Luft abzulassen.
Die Idee des Rollentausches, des Überschreitens der gesellschaftlichen Grenzen und der üblichen Verhaltensnormen ist keineswegs neu. Sie hat ihr Vorbild in der antiken Tradition der Saturnalien. Die Römer begingen dieses Fest am 17. Dezember, doch bald schon wurden die Feierlichkeiten bis zum 30. Dezember ausgeweitet. …

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 01/2018

Autor: Dr. Ludger Stühlmeyer


Zurück

Aktuelle Downloads

Pfarrbriefvorlagen zum Herunterladen

Anzeigen

Märkteverzeichnis zum Herunterladen

Anzeigen

Begegnung mit Erzbischof Ludwig

21.04Eucharistiefeier zum Weltgebetstag um geistliche Berufe
27.04Firmung von Jugendlichen der Regens-Wagner-Einrichtung
29.04Pontifikalamt zum 50. Weihetag der neuen Kirche
30.04Eucharistiefeier im Caritas-Altenpflegeheim St. Martin

Alle Termine anzeigen

Patenschafts-Abonnement

Unterstützen Sie mit einer Abonnement-Patenschaft bedürftige Mitmenschen...

mehr erfahren

Mini-Abo Heinrichsblatt

Gestaltung: markusheisterberg.de