Bonn (KNA) – Das Projekt "Frauen, die Mut machen" des Caritasverbandes Minden erhält den Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Das Caritas-Projekt rücke Geschichten von Frauen in den Mittelpunkt, die allein aus Kriegsgebieten nach Deutschland gekommen seien, teilten die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) am Dienstag in Bonn mit. Dabei würden ihr Ankommen, ihre Schwierigkeiten und mangelnde Akzeptanz thematisiert, so die Begründung der Jury. Der Preis ist mit 4.000 Euro dotiert.
"Das Projekt des Caritasverbandes setzt darauf, Fluchterfahrungen von Frauen zur Sprache zu bringen", würdigte ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp die Frauengruppe. Der mit jeweils 2.000 Euro dotierte zweite Preis wird in diesem Jahr zweimal vergeben: Zum einen zeichnet die katholische Kirche Pfarrer Vinzenz Brendler für sein Aufstehen gegen Rassismus in Pirna aus. Geehrt wird außerdem ein Wohnungsvermittlungsprojekt des Verbandes IN VIA in München. Der mit 4.000 Euro dotierte Sonderpreis für Initiativen von Schulen und jungen Menschen geht an die Maria-Ward-Realschule in Burghausen (Bayern) für ihr Engagement gegen Rassismus.
Vielfältiges antirassistisches Engagement
Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen. Man wolle zeigen, wie vielfältig das antirassistische Engagement der Kirche in Deutschland sei, so Stetter-Karp. Der katholische Flüchtlingsbischof Stefan Heße ergänzte: "Wir erleben massive Versuche, Rassismus salonfähig zu machen und die Gesellschaft zu spalten." Mit dem Preis wolle man Initiativen stärken, die dagegen vorgehen. Insgesamt hatten sich 78 Institutionen oder Personen um den Preis beworben. Die Preisverleihung findet am 6. Mai in Berlin statt.