Berlin (pm) – Altenhilfeeinrichtungen, Sozial-Beratungsstellen, Kitas oder Jugendhilfsdienste haben in der Corona-Pandemie eng und gut mit den Kommunen zusammengearbeitet und beklagen zugleich eine starke Bürokratie-Last. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Caritasverbands (DCV) zu den Folgen und Folgerungen der Corona-Pandemie in seinen Einrichtungen.
Eine große Mehrheit der teilnehmenden Führungskräfte halten Digitalisierung für entscheidend zur Stärkung der Resilienz ihrer Organisation in Krisenzeiten. Gleichzeitig sind die Spuren der Pandemie bis heute deutlich spürbar: In der Umfrage vom Januar 2025 sagen 82 Prozent der Teilnehmenden, dass sie Corona-bedingt eine andauernde Erschöpfung ihrer Mitarbeitenden beobachten.
Für Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa zeigen die Ergebnisse: „Ein verlässliches belastbares Miteinander von Wohlfahrtsverbänden und Kommunen trägt zur Krisenresilienz unserer Gesellschaft entscheidend bei. Risiken können dynamisch abgefedert werden, wenn freie und öffentliche Wohlfahrtspflege ihre Leistungen partnerschaftlich und in subsidiärer Aufgabenteilung erbringen.“
„Den Caritas-Trägern ist es gelungen, freiwillig Engagierte einzubinden, wo die beruflichen Strukturen allein überfordert gewesen wären“, so Welskop-Deffaa weiter. „Gut die Hälfte der Führungskräfte betonen, dass ehrenamtliches Engagement für ihre Einrichtung wichtig oder sehr wichtig war, um die Krise bewältigen zu können. Wohlfahrtsverbandliche Strukturen haben sich als Solidaritätsstifter und kreative Krisenmanager bewährt.“
Die Rettungsschirme, die von der Politik speziell für die soziale Infrastruktur ausgespannt wurden, werden rückblickend als wichtig und hilfreich bewertet, um die Arbeit für die Menschen so
ungehindert wie möglich fortsetzen zu können. In der Umfrage wurden Mitarbeitende der oberen und mittleren Führungsebene aus Einrichtungen der verbandlichen Caritas in ganz Deutschland befragt.
685 Personen nahmen teil. Die nicht-repräsentative Befragung diente dazu, die Resilienzfaktoren der Caritas-Dienste und Einrichtungen zu bewerten und liefert Hinweise, wie die gesellschaftliche
Krisenresilienz insgesamt gestärkt werden kann.
Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 11/2025