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Münchner Erzbistum gibt 200.000 Euro für Somalia

München (KNA) – Trinkwasserversorgung, sanitäre Anlagen, Katastrophenschutz - in diese Bereiche soll eine Spende der Erzdiözese München und Freising für Somalia fließen. Das Erzbistum überweist dazu nach eigenen Angaben vom Donnerstag 200.000 Euro an die katholische Hilfsorganisation Caritas International.

 

Dem ostafrikanischen Somalia drohe eine Dürre, viele Brunnen seien bereits versiegt, hieß es. Der Münchner Generalvikar Christoph Klingan, Stellvertreter von Erzbischof Reinhard Marx, sagte: "Mit unserer Spende an Caritas International wollen wir die Versorgung von rund 23.000 Menschen in besonders betroffenen Gebieten mit Wasser unterstützen."

 

Die Nothilfe von Caritas International konzentriert sich auf die besonders dürregefährdete Region Wanlaweyn (Lower Shabelle) sowie auf Binnenflüchtlingslager im Distrikt Kahda (Banadir), wie es hieß. Mit dem Geld würden unter anderem Notlatrinen gebaut und die Menschen einen Monat lang mit Trinkwasser versorgt sowie in grundlegenden Hygienetechniken geschult. Partner der Hilfsmaßnahmen vor Ort sei eine in Somalia und Kenia registrierte Nichtregierungsorganisation namens Wardi Relief and Development Initiatives (WARDI), mit der der Deutsche Caritasverband seit acht Jahren zusammenarbeite.

 

In Somalia sind laut Mitteilung etwa 3,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Viele Gemeinschaften, die durch Dürre oder Konflikte vertrieben wurden, sind demnach ein zweites oder drittes Mal vor Überschwemmungen oder erneuter Gewalt geflohen. In der Folge der wiederholten Vertreibungen benötigten zahlreiche Menschen Unterkünfte, Nahrungsmittel, Gesundheitsfürsorge, Schutz und Unterstützung für den Lebensunterhalt. "Einem Bericht zufolge haben 85 Prozent der Bevölkerung keinen oder nur unzureichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen", so das Münchner Erzbistum.